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221 junge Planerinnen und Planer beteiligten sich mit insgesamt 50 Beiträgen bei OPEN SCALE, daraus wurden sieben Finalisten und schließlich zwei Preisträger ausgewählt und eine lobende Eräwahnung vergeben.Unabhängig von der Prämierung im Rahmen des Wettbewerbs prüft das Referat für Stadtplanung und Bauordnung derzeit, welche der bei OPEN SCALE eingereichten Ideen zukünftig Berücksichtigung in der Arbeit des Referats finden bzw. welche der Akteure in zukünftige Projekte der Münchner Stadtentwicklung eingebunden werden könnten. Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Ausführliche Informationen zu allen sieben Finalisten im PDF-Format:
Download Presse-Info 
Download OPEN SCALE Magazin

Außerdem finden Sie auf folgenden Internetautritten weitere Informationen zu
einzelnen Beiträgen:

www.agropolis-muenchen.de (Agropolis)
www.teamwerk-architekten.de (Teamwerk)
www.whitespot.de (Team Tourette)
www.haustuning.org (haustuning.team)
www.architektur-zwingel.dilg.eu (Hofgemeinschaft)
www.planetenfeuer.de (Das Vierte Haus)

Außerdem kann der Wettbewerbsbeitrag des 1. Preisträgers Agropolis als Magazin unter der ISBN 978-3-934024-05-2 im Buchhandel bestellt werden.




DIE PREISTRÄGER DER ZWEITEN WETTBEWERBSPHASE


Folgende Beiträge wurden von einer interdisziplinär besetzten Jury, unter
dem Vorsitz von Prof. Sophie Wolfrum, als Preisträger der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt.


Team Agropolis: „Agropolis München“ (1. Preis, 4.000 €)
Tobias Baldauf, Margot Deerenberg, Florian Otto, Joerg Schroeder, Kerstin Weigert

Agropolis entwirft mit seinem Beitrag für München eine „metropolitane Nahrungsstrategie“. Das Ernten soll wieder Teil der alltäglichen Lebensabläufe in der Stadt werden. Als Modellprojekt schlägt das Team die Errichtung eines Agrikulturparks im Stadtent-wicklungsgebiet Freiham vor. Er soll zum Bildungs-, Versuchs- und Vermittlungszentrum für ökologische Landwirtschaft werden. Von Freiham aus könnte zukünftig eine Viktualientram frische Lebensmittel bis in die Innenstadt transportieren. Über die Stadt verteilte „Grüne Räume“, Restflächen im öffentlichen Raum, werden für die urbane Landwirtschaft nutzbar gemacht. Herausgeben möchte das Team außerdem einen Münchner Nahrungsstadtplan, der bereits bestehende Initiativen im Bereich Ernährung aufzeigt und miteinander vernetzt.

© Agropolis

 

Teamwerk: „New Muh: New Munich Urban Housing“ (2. Preis, 2.500 €)
Annegret Beyer, Jan Foerster, Christian Henke, Sabrina Klinger, Elisabeth Lesche, Klaus Rothhahn, Christine Seen-Hibler 

München wächst, und die zur Verfügung stehenden Flächen werden immer knapper – diese Problematik bildet den Ausgangspunkt des zweitplatzierten Beitrags „New Muh“. Teamwerk beschäftigt sich in seinem Beitrag mit so genannten „infrastrukturell bedingten Restflächen“ – Verkehrsinseln und -knoten, Abstandsgrün und sonstigem „Straßenbegleitgrün“. Im Rahmen des Wettbewerbs entwickelte das Team eine Untersuchungs- und Bewertungs-methode, um diese Brachflächen hinsichtlich ihrer Eignung für eine zukünftige Nutzung zu katalogisieren und zu analysieren. Außerdem skizzierten die jungen Architekten erste Ideen in Form von Typologien an sechs exemplarisch ausgesuchten Standorten.



© Teamwerk

Das Team Tourette mit Viola Franke, Eugen Kern-Emden, Daniel Rohlek (Architekt) und Arnold-Werner Tisch (Architekt) erhielt für seinen Beitrag „White Spot” (ursprünglicher Titel der ersten Wettbewerbsphase: „Bitte besetzen und gestalten“), der sich mit der Frage der Zwischennutzung von Räumen in München auseinander setzt, eine lobende Erwähnung der Jury.

Alle sieben Teams der ersten Wettbewerbsphase werden ihre Arbeiten in der Ausstellung OPEN SCALE präsentieren. Neben den Beiträgen „Agropolis“, „New Muh“ und „White Spot“ zählen dazu das Projekt „HybridGiesing“ des Teams haustuning, das sich mit der Umnutzung
Münchner Sportstätten insbesondere des „Sechziger Stadions” beschäftigt, sowie der Beitrag „HOFgemeinschaft 8”, der das bisher ungenutzte Potenzial der Münchner Innenhöfe thematisiert. Zu sehen sind außerdem fünf Episoden für München und die Region des Teams
Le Grand Munich und der Beitrag „München, Du bist“ des Teams Das vierte Haus, der von dem utopischen Roman „Planetenfeuer“ (Max Haushofer, 1899) inspiriert ist.

Unabhängig von der Prämierung im Rahmen des Wettbewerbs prüft das Referat für Stadtplanung und Bauordnung derzeit, welche der bei OPEN SCALE eingereichten Ideen zukünftig Berücksichtigung in der Arbeit des Referats finden bzw. welche der Akteure in zukünftige Projekte der Münchner Stadtentwicklung eingebunden werden könnten.

 

ERSTE WETTBEWERBSPHASE

Fünfzig Teams reichten ihre Beiträge zum Ideenwettbewerb OPEN SCALE ein. Wir freuen uns über den großen Zuspruch und bedanken uns bei allen Teilnehmern für die Einsendung ihrer Ideen.

Als Siegerbeiträge der ersten Wettbewerbsphase wurden am 27. Mai 2009 ausgewählt:




Beitrag: „Bitte besetzen und gestalten Team Tourette


Team
Viola Franke, geb. 1979, Soziologin (München)
Eugen Kern-Emden, geb. 1981, Grafik + Interactiondesigner (München)
Daniel Rohlek, geb. 1977, Architekt (München)
Arnold Werner Tisch, geb. 1976, Architekt (München)

Freiräume, die für temporäre Nutzungen wie etwa für einen Proberaum, einen Kinderspielplatz, einen Jugendtreff oder eine Kulturveranstaltung zur Verfügung stehen, sind in München rar. Das Team Tourette schlägt mit seinem Beitrag vor, eine Plattform zu schaffen, auf der öffentliche wie private Eigentümer ihre derzeit ungenutzten Immobilien und Grundstücke registrieren lassen können. Diese Orte sollen dann in der Stadt durch ein „Label“ gekennzeichnet werden, so dass sich Bürger gezielt um die Nutzung solcher Freiräume bewerben können.

Die Jury hat den Beitrag mit der Empfehlung ausgewählt, dass das Team vor allem die notwendigen Rahmenbedingungen in der zweiten Wettbewerbsphase untersucht. Welcher rechtliche und organisatorische Rahmen ist notwendig, um möglichst viele Freiräume zur Verfügung zu stellen? Welche Nutzungen sind denkbar?

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Beitrag: „Le Grand Munich“ Team Le Grand Munich


Team
Wulf Böer, geb. 1984, Student Architektur (München)
Allessandro Gess, geb. 1983, Student Architektur (München)
Michaela Gess, geb. 1973, Juristin (München)
Matthias Schaule, geb. 1982, Architekt (München)
Alexander Stumm, geb. 1984, Student Kunstgeschichte (München)

„Le Grand Munich“ verschiebt die Grenzen der Metropolregion. In seinem pointierten Beitrag geht das Team der Frage nach, inwiefern die derzeitige politische und administrative Ordnung der Metropol-region München in einzelne Landkreise nicht besser durch eine Einteilung in fünf autonome Bezirke ersetzt würde. Welche Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten würden sich für die fünf neuen Bezirke eröffnen? Das Team entwirft für jeden Bezirk – von der München Innenstadt als  Kernstadt, dem Münchner Norden als Air Port City, dem Süden als touristisches „Seenland“ über den West als durch biologische High-Tec-Landwirtschaft geprägtes „WestEnd“ bis zum Osten als Dorfbund – ein mögliches Szenario.

Die Jury wählte den Beitrag mit der Empfehlung aus, als Referenz andere europäische Städte wie etwa Brüssel zu untersuchen und die Grenzziehung der zukünftigen Bezirke dahin gehend zu überprüfen. Neben den Unterschieden sollten vor allem mögliche Gemeinsam-keiten stärker herausgearbeitet werden. Durch die – theoretische – Schaffung von Bezirken mit einer eigenen Identität bietet Le Grand Munich eine Möglichkeit, die Charakeristika einzelner Regionen in der Münchner Metropolregion herauszuarbeiten und so mögliche Impulse für die zukünftige Stadtentwicklung zu liefern.

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Beitrag: „Agropolis“ Team Agropolis


Team
Tobias Baldauf, geb. 1976, Landschaftsarchitekt, Büro „Bauchplan“
Margot Deerenberg, geb. 1982, Stadtsoziologin (Wien)
Florian Otto, geb. 1977, Landschaftsarchitekt (München)
Joerg Schroeder, geb. 1972, Architekt und Stadtplaner (München)
Kerstin Weigert, geb. 1973, Architektin + Stadtplanerin (München)

Das Team Agropolis hat sich bei Open Scale mit der Idee „der Wiederentdeckung des Erntens im urbanen Alltag“ beworben. Es möchte in München eine neue Form „urbaner Landwirtschaft“ betreiben. Als konkreten Ort schlägt es das Planungsgebiet Freiham vor – bis zu dessen Bebauung sollen die Flächen durch eine temporäre Farm zwischengenutzt werden. Gemeinschaftsgärten und Musteranlagen für kleinteilige Küchen-, Balkon- und Dach-Landwirtschaft sollen Impulse für die Stadterweiterung liefern. Die Farm soll mit  Forschungseinrichtungen kooperieren sowie Aus- und Fortbildungsprogramme für Selbstanbau, -ernte und -verarbeitung anbieten. Als Vision strebt das Team eine „Metropolitane Nahrungsstrategie“ in Anlehnung an die London Food Strategy an, bei der der Eigenanbau von Nahrungsmitteln in der Stadt eine zentrale Rolle spielt. Ein „Nahrungsstadtplan“ bildet weitere Aktivitäten in der Stadt ab, zum Beispiel die Bauernmärkte.

Die Jury wählte die Idee zur Weiterbearbeitung in der zweiten Wettbewerbsphase aus. Das Team soll anhand ihrer Idee exemplarisch untersuchen, wie sich urbane Freifläche durch Landwirtschaft nachhaltig und für das Stadtbild prägend nutzen lassen. Mittlerweile hat das Team Agropolis unter www.agropolis-muenchen.de eine Onlineplattform eingerichtet, auf der es zukünftig seine Ideen mit interessierten Bürgern diskutieren möchte.

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Beitrag: „HybridGiesing“ Team haustuning


Team
Jochen Hambrecht, geb. 1978, Versorgungstechniker (München)
Vanessa Philipp, geb. 1978, Architektin (München)
Hank Schmidt in der Beek, geb. 1978, Künstler (München)
Heike Unger, geb. 1982, Architektin (Dachau)
Christian Zöhrer, geb. 1978, Architekt (München)

Das Team haustuning beschäftigt sich in seinem Wettbewerbsbeitrag mit der Umnutzung des „60er Stadion“ im Münchner Stadtteil Giesing. Es schlägt vor, das Stadion in ein hybrides Gebäude umzugestalten, dem zu seiner Funktion als Fußballstadion noch weitere Nutzungen wie eine Rasenfläche für öffentliche Open-Air-Kinovorstellungen, ein Quartierzentrum, Büroeinheiten, Ateliers und ein Wohnturm hinzugefügt werden.

Die Jury wählte den Beitrag aus, weil sich das Team mit einem für München wichtigen Ort beschäftigt, der für viele Bürger einen hohen Identifikationsgrad besitzt. Die Frage, wie man in München mit ehemaligen Sportstätten umgeht, spielt eine übergeordnete Rolle, da neben dem 60er Stadion noch weitere Orte mit einer ähnlichen Problematik in der Stadt existieren. Im Rahmen von Open Scale soll das junge Team nun seine vorgeschlagene „hybride“ Nutzung exemplarisch für das „60er Stadion“ weiterentwickeln und parallel dazu untersuchen, inwiefern ihr vorgeschlagenes Konzept auch auf andere ehemalige Sportstätten übertragen werden kann.

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Beitrag: „Hinterhof 8“ Team Hofgemeinschaft


Team
Florian Dilg, geb. 1970, Architekt + Stadtplaner (München)
Doris Grabner, geb. 1973, Landschaftsarchitektin (Freising)
Daniel Kluge, geb. 1970, Grafik Designer + Medienkünstler (München)
Michael Lapper, geb. 1960, Bildender Künstler (München)
Angelika Zwingel, geb. 1969, Architektin (München)

Im Beitrag des Teams Hofgemeinschaft geht es um die Münchner Innenhöfe. Das Team sieht hier ungenutztes Potenzial – etwa für gemeinschaftliche Nutzungen wie Spielplätze, Werkstätten oder Proberäume. Das Team möchte im Rahmen von Open Scale untersuchen, welche baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen und welche Programme für die Aktivierung von bürgerlichem Engagement für die Nutzung der Höfe entwickelt werden müssen.

Die Jury wählte den Beitrag aus, weil er sich aus ihrer Sicht mit einem  für die Münchner Stadtentwicklung relevanten Thema – der Frage der Verdichtung – auseinandersetzt und eine Lösungsstrategie anbietet. Im weiteren Verlauf von Open Scale soll das Team vor allem die rechtlichen Konsequenzen und das möglicherweise damit verbundene Konfliktpotenzial untersuchen sowie mögliche Nutzungsvorschläge erarbeiten.

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Beitrag: „New Muh – New Munich Urban Housing“ Team Teamwerk


Team
Jan Foerster, geb. 1974, Architekt (München)
Katharina Horn, geb. 1970, Kulturmanagerin (München)
Silvia Laslo, geb. 1982 , Architektin (München)
Klaus Rothhahn, geb. 1969, Architekt (München)
Christine Seen-Hibler, geb. 1978, Innenarchitektin (München)

Mit dem Beitrag „New Muh“ schlägt das Team eine Stadtvision vor, die die Verkehrsbrachen Münchens „zu neuen Zentren einer mobilen Bevölkerung macht“. An bisher ungenutzten Verkehrsknoten könnte nach der Idee von Teamwerk eine neue Siedlungsform entstehen.

München wächst und seine Flächen werden bald erschöpft sein. Der Beitrag bietet aus Sicht der Jury hier einen interessanten Lösungsansatz. Sie wählte ihn mit der Empfehlung aus, weniger die konkrete Architektur weiter auszuarbeiten, sondern vielmehr die Nutzung urbaner Brachen für den Siedlungsbau exemplarisch an verschiedenen Standorten zu untersuchen.

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Beitrag: „München, Du bist“ Team Das vierte Haus

Team
Rolf Berninger, geb. 1972, Architekt (München)
Alexander Fthenakis, geb. 1978, Architekt (München)
Christian Kaindl, geb. 1977, Landschaftsarchitekt (München)
Martin Otter, geb. 1971, Filmemacher (München)

Der Schriftsteller Max Haushofer verfasste im Jahr 1899 den Roman „Planetenfeuer“ – eine Zukunftsutopie Münchens im Jahr 1999. Das Team möchte den Roman analysieren, um ihn mit den heutigen Lebensumständen zu vergleichen. In einem zweiten Schritt wird damit begonnen, basierend auf den beschriebenen Szenarien, Räume zu entwickeln, die an konkreten Orten in der Stadt inszeniert werden. Der Dokumentarfilmer Martin Otter will diesen Prozess mit der Kamera begleiten. Das Team plant, die „alte“ Utopie analytisch zu betrachten und in Zusammenarbeit zwischen Architekten und Filmemachern in neue, zeitgemäße Ideen zu übersetzen.

Die Jury wählte das künstlerisch orientierte Projekt, da aus der Auseinandersetzung mit Utopien der Vergangenheit im Rahmen von Open Scale neue Impulse für die zukünftige Stadt entstehen können.

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Alle Beiträge und Teams. Download Liste

Alle Fotos sind bei der Auftaktveranstaltung am 04.0.2009 mit den im PATHOS transport theater anwesenden Teammitgliedern entstanden. Fotograf: Goran Gajanin