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221 junge Planerinnen und Planer beteiligten sich mit insgesamt 50 Beiträgen bei OPEN SCALE, daraus wurden sieben Finalisten und schließlich zwei Preisträger ausgewählt und eine lobende Eräwahnung vergeben.Unabhängig von der Prämierung im Rahmen des Wettbewerbs prüft das Referat für Stadtplanung und Bauordnung derzeit, welche der bei OPEN SCALE eingereichten Ideen zukünftig Berücksichtigung in der Arbeit des Referats finden bzw. welche der Akteure in zukünftige Projekte der Münchner Stadtentwicklung eingebunden werden könnten. Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Ausführliche Informationen zu allen sieben Finalisten im PDF-Format: Außerdem kann der Wettbewerbsbeitrag des 1. Preisträgers Agropolis als Magazin unter der ISBN 978-3-934024-05-2 im Buchhandel bestellt werden.
Team Agropolis: „Agropolis München“ (1. Preis, 4.000 €) Agropolis
entwirft mit seinem Beitrag für München eine
„metropolitane Nahrungsstrategie“. Das Ernten soll wieder
Teil der alltäglichen Lebensabläufe in der Stadt werden. Als
Modellprojekt schlägt das Team die Errichtung eines
Agrikulturparks im Stadtent-wicklungsgebiet Freiham vor. Er soll zum
Bildungs-, Versuchs- und Vermittlungszentrum für ökologische
Landwirtschaft werden. Von Freiham aus könnte zukünftig eine
Viktualientram frische Lebensmittel bis in die Innenstadt
transportieren. Über die Stadt verteilte „Grüne
Räume“, Restflächen im öffentlichen Raum, werden
für die urbane Landwirtschaft nutzbar gemacht. Herausgeben
möchte das Team außerdem einen Münchner
Nahrungsstadtplan, der bereits bestehende Initiativen im Bereich
Ernährung aufzeigt und miteinander vernetzt.
Teamwerk: „New Muh: New Munich Urban Housing“ (2. Preis, 2.500 €) München
wächst, und die zur Verfügung stehenden Flächen werden
immer knapper – diese Problematik bildet den Ausgangspunkt des
zweitplatzierten Beitrags „New Muh“. Teamwerk
beschäftigt sich in seinem Beitrag mit so genannten
„infrastrukturell bedingten Restflächen“ –
Verkehrsinseln und -knoten, Abstandsgrün und sonstigem
„Straßenbegleitgrün“. Im Rahmen des Wettbewerbs
entwickelte das Team eine Untersuchungs- und Bewertungs-methode, um
diese Brachflächen hinsichtlich ihrer Eignung für eine
zukünftige Nutzung zu katalogisieren und zu analysieren.
Außerdem skizzierten die jungen Architekten erste Ideen in Form
von Typologien an sechs exemplarisch ausgesuchten Standorten.
Das Team Tourette mit Viola Franke, Eugen Kern-Emden, Daniel Rohlek (Architekt) und Arnold-Werner Tisch (Architekt) erhielt für seinen Beitrag „White Spot” (ursprünglicher Titel der ersten Wettbewerbsphase: „Bitte besetzen und gestalten“), der sich mit der Frage der Zwischennutzung von Räumen in München auseinander setzt, eine lobende Erwähnung der Jury. Alle
sieben Teams der ersten Wettbewerbsphase werden ihre Arbeiten in der
Ausstellung OPEN SCALE präsentieren. Neben den Beiträgen
„Agropolis“, „New Muh“ und „White
Spot“ zählen dazu das Projekt „HybridGiesing“
des Teams haustuning, das sich mit der Umnutzung Unabhängig von der Prämierung im Rahmen des Wettbewerbs prüft das Referat für Stadtplanung und Bauordnung derzeit, welche der bei OPEN SCALE eingereichten Ideen zukünftig Berücksichtigung in der Arbeit des Referats finden bzw. welche der Akteure in zukünftige Projekte der Münchner Stadtentwicklung eingebunden werden könnten.
ERSTE WETTBEWERBSPHASE Fünfzig
Teams reichten ihre Beiträge zum Ideenwettbewerb OPEN SCALE ein.
Wir freuen uns über den großen Zuspruch und bedanken uns bei
allen Teilnehmern für die Einsendung ihrer Ideen. Beitrag: „Bitte besetzen und gestalten“ Team Tourette Freiräume, die für temporäre Nutzungen wie etwa für einen Proberaum, einen Kinderspielplatz, einen Jugendtreff oder eine Kulturveranstaltung zur Verfügung stehen, sind in München rar. Das Team Tourette schlägt mit seinem Beitrag vor, eine Plattform zu schaffen, auf der öffentliche wie private Eigentümer ihre derzeit ungenutzten Immobilien und Grundstücke registrieren lassen können. Diese Orte sollen dann in der Stadt durch ein „Label“ gekennzeichnet werden, so dass sich Bürger gezielt um die Nutzung solcher Freiräume bewerben können. Die Jury hat den Beitrag mit der
Empfehlung ausgewählt, dass das Team vor allem die notwendigen
Rahmenbedingungen in der zweiten Wettbewerbsphase untersucht. Welcher
rechtliche und organisatorische Rahmen ist notwendig, um möglichst
viele Freiräume zur Verfügung zu stellen? Welche Nutzungen
sind denkbar? „Le Grand Munich“ verschiebt die Grenzen der Metropolregion. In seinem pointierten Beitrag geht das Team der Frage nach, inwiefern die derzeitige politische und administrative Ordnung der Metropol-region München in einzelne Landkreise nicht besser durch eine Einteilung in fünf autonome Bezirke ersetzt würde. Welche Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten würden sich für die fünf neuen Bezirke eröffnen? Das Team entwirft für jeden Bezirk – von der München Innenstadt als Kernstadt, dem Münchner Norden als Air Port City, dem Süden als touristisches „Seenland“ über den West als durch biologische High-Tec-Landwirtschaft geprägtes „WestEnd“ bis zum Osten als Dorfbund – ein mögliches Szenario. Die Jury wählte den Beitrag
mit der Empfehlung aus, als Referenz andere europäische
Städte wie etwa Brüssel zu untersuchen und die Grenzziehung
der zukünftigen Bezirke dahin gehend zu überprüfen.
Neben den Unterschieden sollten vor allem mögliche
Gemeinsam-keiten stärker herausgearbeitet werden. Durch die
– theoretische – Schaffung von Bezirken mit einer eigenen
Identität bietet Le Grand Munich eine Möglichkeit, die
Charakeristika einzelner Regionen in der Münchner Metropolregion
herauszuarbeiten und so mögliche Impulse für die
zukünftige Stadtentwicklung zu liefern. Das Team Agropolis hat sich bei Open Scale mit der Idee „der Wiederentdeckung des Erntens im urbanen Alltag“ beworben. Es möchte in München eine neue Form „urbaner Landwirtschaft“ betreiben. Als konkreten Ort schlägt es das Planungsgebiet Freiham vor – bis zu dessen Bebauung sollen die Flächen durch eine temporäre Farm zwischengenutzt werden. Gemeinschaftsgärten und Musteranlagen für kleinteilige Küchen-, Balkon- und Dach-Landwirtschaft sollen Impulse für die Stadterweiterung liefern. Die Farm soll mit Forschungseinrichtungen kooperieren sowie Aus- und Fortbildungsprogramme für Selbstanbau, -ernte und -verarbeitung anbieten. Als Vision strebt das Team eine „Metropolitane Nahrungsstrategie“ in Anlehnung an die London Food Strategy an, bei der der Eigenanbau von Nahrungsmitteln in der Stadt eine zentrale Rolle spielt. Ein „Nahrungsstadtplan“ bildet weitere Aktivitäten in der Stadt ab, zum Beispiel die Bauernmärkte. Die
Jury wählte die Idee zur Weiterbearbeitung in der zweiten
Wettbewerbsphase aus. Das Team soll anhand ihrer Idee exemplarisch
untersuchen, wie sich urbane Freifläche durch Landwirtschaft
nachhaltig und für das Stadtbild prägend nutzen lassen.
Mittlerweile hat das Team Agropolis unter www.agropolis-muenchen.de
eine Onlineplattform eingerichtet, auf der es zukünftig seine
Ideen mit interessierten Bürgern diskutieren möchte.
Das Team haustuning beschäftigt sich in seinem Wettbewerbsbeitrag mit der Umnutzung des „60er Stadion“ im Münchner Stadtteil Giesing. Es schlägt vor, das Stadion in ein hybrides Gebäude umzugestalten, dem zu seiner Funktion als Fußballstadion noch weitere Nutzungen wie eine Rasenfläche für öffentliche Open-Air-Kinovorstellungen, ein Quartierzentrum, Büroeinheiten, Ateliers und ein Wohnturm hinzugefügt werden. Die
Jury wählte den Beitrag aus, weil sich das Team mit einem für
München wichtigen Ort beschäftigt, der für viele
Bürger einen hohen Identifikationsgrad besitzt. Die Frage, wie man
in München mit ehemaligen Sportstätten umgeht, spielt eine
übergeordnete Rolle, da neben dem 60er Stadion noch weitere Orte
mit einer ähnlichen Problematik in der Stadt existieren. Im Rahmen
von Open Scale soll das junge Team nun seine vorgeschlagene
„hybride“ Nutzung exemplarisch für das „60er
Stadion“ weiterentwickeln und parallel dazu untersuchen,
inwiefern ihr vorgeschlagenes Konzept auch auf andere ehemalige
Sportstätten übertragen werden kann.
Im Beitrag des Teams Hofgemeinschaft geht es um die Münchner Innenhöfe. Das Team sieht hier ungenutztes Potenzial – etwa für gemeinschaftliche Nutzungen wie Spielplätze, Werkstätten oder Proberäume. Das Team möchte im Rahmen von Open Scale untersuchen, welche baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen und welche Programme für die Aktivierung von bürgerlichem Engagement für die Nutzung der Höfe entwickelt werden müssen. Die Jury wählte den
Beitrag aus, weil er sich aus ihrer Sicht mit einem für die
Münchner Stadtentwicklung relevanten Thema – der Frage der
Verdichtung – auseinandersetzt und eine Lösungsstrategie
anbietet. Im weiteren Verlauf von Open Scale soll das Team vor allem
die rechtlichen Konsequenzen und das möglicherweise damit
verbundene Konfliktpotenzial untersuchen sowie mögliche
Nutzungsvorschläge erarbeiten.
Mit dem Beitrag „New Muh“ schlägt das Team eine Stadtvision vor, die die Verkehrsbrachen Münchens „zu neuen Zentren einer mobilen Bevölkerung macht“. An bisher ungenutzten Verkehrsknoten könnte nach der Idee von Teamwerk eine neue Siedlungsform entstehen. München wächst
und seine Flächen werden bald erschöpft sein. Der Beitrag
bietet aus Sicht der Jury hier einen interessanten Lösungsansatz.
Sie wählte ihn mit der Empfehlung aus, weniger die konkrete
Architektur weiter auszuarbeiten, sondern vielmehr die Nutzung urbaner
Brachen für den Siedlungsbau exemplarisch an verschiedenen
Standorten zu untersuchen. Team Der Schriftsteller Max Haushofer verfasste im Jahr 1899 den Roman „Planetenfeuer“ – eine Zukunftsutopie Münchens im Jahr 1999. Das Team möchte den Roman analysieren, um ihn mit den heutigen Lebensumständen zu vergleichen. In einem zweiten Schritt wird damit begonnen, basierend auf den beschriebenen Szenarien, Räume zu entwickeln, die an konkreten Orten in der Stadt inszeniert werden. Der Dokumentarfilmer Martin Otter will diesen Prozess mit der Kamera begleiten. Das Team plant, die „alte“ Utopie analytisch zu betrachten und in Zusammenarbeit zwischen Architekten und Filmemachern in neue, zeitgemäße Ideen zu übersetzen. Die Jury wählte das künstlerisch orientierte Projekt, da aus der Auseinandersetzung mit Utopien der Vergangenheit im Rahmen von Open Scale neue Impulse für die zukünftige Stadt entstehen können.Alle Beiträge und Teams. Download Liste |
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